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Glossar

Begriffe aus der Wasserwirtschaft

Wassertropfen zum Thema News

Im Folgenden werden die wichtigsten Fachbegriffe dieser Website kurz erläutert. Die Beschreibung weiterer Begriffe aus der Wasserwirtschaft finden Sie zum Beispiel bei der Bundesanstalt für Wasserbau in ihrem BAWiki. Auch das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen hält ein Glossar bereit, das online und zum Download als PDF-Datei verfügbar ist.

Aue / Sekundäraue

Eine Aue ist der Gewässerkorridor neben einem Fluss, der bei Hochwasser Wasser aufnehmen kann. Eine Sekundäraue ist ein neu geschaffener Ersatzraum.

Abflussstützung

Zusätzliche Einleitung von Wasser, um bei Niedrigwasser bergbaubedingte Defizite durch fehlenden Grundwasserzustrom und erhöhte Versickerung auszugleichen.

Erftumbau

Etablierter Projektname für die Anpassung und Neugestaltung der unteren Erft zwischen Bergheim-Kenten und Neuss.

EU-WRRL

Europäische Wasserrahmenrichtlinie. Sie setzt Ziele für Gewässer und wird in Deutschland unter anderem durch das Wasserhaushaltsgesetz umgesetzt.

Durchgängigkeit

Fische und andere Wasserlebewesen können sich ohne Wanderhindernisse im Fluss bewegen.

m³/s

Kubikmeter pro Sekunde. Die Einheit gibt das Volumen an, das in einer Sekunde an einer bestimmten Stelle des Flusses abfließt.

Ökosystemleistungen

Leistungen natürlicher Systeme für Mensch und Umwelt, zum Beispiel Hochwasserrückhalt, Lebensräume, Klimaanpassung und Naherholung.

Rückhalteraum / Retention

Auenraum, der bei Hochwasser vorübergehend Wasser aufnimmt und dadurch andere Bereiche entlastet.

Planfeststellungsverfahren

Förmliches Genehmigungsverfahren. Fachliche Anforderungen, Einwendungen sowie öffentliche und private Belange werden geprüft und abgewogen.

Rückstau

Abschnitt oberhalb einer Stauanlage, in dem der freie Abfluss verzögert oder verhindert und das Wasser dadurch aufgestaut wird.

Stauhaltung / Staurecht

Die Stauhaltung ist der vom Rückstau beeinflusste Gewässerabschnitt. Das Staurecht ist die rechtliche Befugnis zum Aufstau.

Sümpfungswasser

Als Sümpfungswasser bezeichnet man das Grundwasser, das beim Braunkohlentagebau oder im Bergbau kontinuierlich abgepumpt werden muss, um die Gruben und Tagebaue trocken und befahrbar zu halten. Ein großer Teil aus dem Tagebau Hambach wird derzeit in die Erft geleitet.

Vorfluter

Funktion des Gewässers, Regenwasser und gereinigtes Abwasser abzuleiten.