Ein Fluss für die Zukunft des Rheinischen Reviers
Mit dem Ende der Braunkohlenförderung verändert sich die Wasserführung der Erft grundlegend. Deshalb muss die untere Erft über eine Länge von 40 Kilometern auf einen neuen Wasserhaushalt ausgerichtet werden. So entsteht ein Fluss für die Zukunft des Rheinischen Reviers: Mit mehr Hochwasserrückhalt, einer leistungsfähigen blau-grünen Infrastruktur, neuen Räumen für Erholung und Bewegung sowie vielfältigen Lebensräumen für Menschen, Tiere und Pflanzen.
Das Wichtigste auf einen Blick
Wie der Umbau der Erft gelingt
Der beschleunigte Erftumbau ordnet Planung und Umsetzung neu: Besonders wirksame und umsetzbare Abschnitte werden priorisiert, Verfahren soweit möglich gebündelt und Planungsaufgaben parallel bearbeitet. Belastbare Unterlagen, Beteiligung und behördliche Entscheidungen bleiben die Grundlage jedes Vorhabens.
Vier bereits umgestaltete Abschnitte zeigen, wie unterschiedlich die Erft weiterentwickelt werden kann. Ihre Erfahrungen mit Gewässerverlegung, Auenanbindung, Hochwasserrückhalt und Strömungslenkung bilden einen Werkzeugkasten für weitere Vorhaben, ohne die örtliche Planung zu ersetzen. Die Renaturierung der Erft in Neuss-Gnadental ist sogar preisgekrönt.
Das Ergebnis überzeugt: Das Vogelwäldchen in Bergheim-Kenten im Vergleich vor und nach der Renaturierung der Erft. Hier kann sie wieder frei fließen und hat Raum, sich zu entwickeln.
Chronik
2005 lag der erste Plan zur Entwicklung der unteren Erft nach dem Kohleausstieg in 2045 vor. Doch 2022 wurde der Ausstieg auf 2030 vorgezogen. Entdecken Sie hier die wesentlichen Meilensteine.
Fakten
Die Erft verändert sich – wir verändern die Erft. Aus einem technisch für den Bergbau ausgebauten Gewässer wird Schritt für Schritt ein lebendiger, klimaangepasster Fluss- und Auenraum. Erfahren Sie hier mehr über die Hintergründe.
Glossar
Im Glossar werden einige Begriffe der Wasserwirtschaft kurz erläutert. Außerdem finden Sie dort zwei weitere Quellen, die ein ausführlicheres Glossar bereithalten.
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Erft.Bewegt. – Auch Sie?
Die Erft bewegt in vielerlei Hinsicht. Zunächst einmal ist sie selber in Bewegung, sie fließt, hat Strömung und Kehrwasser. Die Erft bewegt aber auch uns Menschen, sie berührt, verbindet und motiviert. Sie ist Teil unserer Identität. Wir haben mit Leuten aus der Region darüber gesprochen, was sie mit der Erft verbindet und welche Erwartungen sie an den Strukturwandel im Rheinischen Revier haben. Dabei herausgekommen ist ein breites Stimmungsbild von Menschen aus Politik, Beruf und Gesellschaft. Was bei allen Befragten deutlich wird, ist die Verbundenheit zur Erft und der Wunsch, dass wir den Wandel aktiv gestalten.
Klaus Krützen

Bürgermeister von Grevenbroich
Stephan Pesch
Stephan Pesch, Journalist und Autor
Wolfgang Kaiser

CDU-Fraktionsvorsitzender im Stadtrat Grevenbroich
Markus Volmer

Betriebsleiter beim Erftverband
Iris Moll

Anwohnerin der Erft
Katja Baumann

Diplom-Pädagogin
Hà-Ngân Nguyễn

Ingenieurin für Umwelttechnik
Thomas Muchow

Geschäftsführer der Stiftung Rheinische Kulturlandschaft
Daniela Berger

Diplom-Biologin
Matthias Börger

Leiter der Abteilung Wasserwirtschaft und Bodenschutz im NRW-Umweltministerium
Peter Meier

Mitbegründer des Kanuklub Bergheim/Erft e.V.



