Erft.Bewegt.

Erftumbau 2030

stilisierte Headergrafik zum Thema Erftumbau
Wassertropfen

Ein Fluss für die Zukunft des Rheinischen Reviers

Mit dem Ende der Braunkohlenförderung verändert sich die Wasserführung der Erft grundlegend. Deshalb muss die untere Erft über eine Länge von 40 Kilometern auf einen neuen Wasserhaushalt ausgerichtet werden. So entsteht ein Fluss für die Zukunft des Rheinischen Reviers: Mit mehr Hochwasserrückhalt, einer leistungsfähigen blau-grünen Infrastruktur, neuen Räumen für Erholung und Bewegung sowie vielfältigen Lebensräumen für Menschen, Tiere und Pflanzen.

Das Wichtigste auf einen Blick

Die heutige untere Erft ist vom Braunkohlenbergbau geprägt.

Sie wurde verbreitert, vertieft, befestigt und teilweise verlegt, damit sie große Mengen Sümpfungswasser aus den Tagebauen aufnehmen konnte.

Mit dem Ende des Braunkohlenbergbaus verändern sich die Voraussetzungen grundlegend.

Wenn die Sümpfungswassereinleitungen deutlich zurückgehen, passt das heutige Flussbett vielerorts nicht mehr zu den künftigen Abflüssen.

Deshalb braucht jeder Abschnitt eine passende Lösung.

Das Flussbett und die Aue müssen an die künftige Wasserführung angepasst werden. Dabei sind die Hochwasservorsorge und heutige Nutzungen zu berücksichtigen.

Die notwendige Anpassung eröffnet zugleich neue Chancen für die Region.

Wo es die örtlichen Bedingungen zulassen, können Rückhalteräume die Hochwasservorsorge stärken. Naturnahe Fluss- und Auenbereiche schaffen neue Lebensräume und eröffnen Möglichkeiten für Erholung und Naturerleben.

Der Rückgang der Sümpfungswassereinleitungen gibt den Zeitrahmen vor.

Damit die Erft rechtzeitig angepasst ist, müssen Planung, Genehmigung und Umsetzung schneller vorankommen und besser ineinandergreifen. Fachliche Prüfungen, Beteiligung und bestehende Rechte bleiben dabei unverzichtbar.

Die Infografik nennt die sieben wesentliche Ziele für den Umbau der Erft.

Wie der Umbau der Erft gelingt

Der beschleunigte Erftumbau ordnet Planung und Umsetzung neu: Besonders wirksame und umsetzbare Abschnitte werden priorisiert, Verfahren soweit möglich gebündelt und Planungsaufgaben parallel bearbeitet. Belastbare Unterlagen, Beteiligung und behördliche Entscheidungen bleiben die Grundlage jedes Vorhabens.

Vier bereits umgestaltete Abschnitte zeigen, wie unterschiedlich die Erft weiterentwickelt werden kann. Ihre Erfahrungen mit Gewässerverlegung, Auenanbindung, Hochwasserrückhalt und Strömungslenkung bilden einen Werkzeugkasten für weitere Vorhaben, ohne die örtliche Planung zu ersetzen. Die Renaturierung der Erft in Neuss-Gnadental ist sogar preisgekrönt.

 

    Das Ergebnis überzeugt: Das Vogelwäldchen in Bergheim-Kenten im Vergleich vor und nach der Renaturierung der Erft. Hier kann sie wieder frei fließen und hat Raum, sich zu entwickeln.

    Chronik

    2005 lag der erste Plan zur Entwicklung der unteren Erft nach dem Kohleausstieg in 2045 vor. Doch 2022 wurde der Ausstieg auf 2030 vorgezogen. Entdecken Sie hier die wesentlichen Meilensteine.

    Icon für die Unterseite Chronik des Erftumbaus

    Fakten

    Die Erft verändert sich – wir verändern die Erft. Aus einem technisch für den Bergbau ausgebauten Gewässer wird Schritt für Schritt ein lebendiger, klimaangepasster Fluss- und Auenraum. Erfahren Sie hier mehr über die Hintergründe.

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    Glossar

    Im Glossar werden einige Begriffe der Wasserwirtschaft kurz erläutert. Außerdem finden Sie dort zwei weitere Quellen, die ein ausführlicheres Glossar bereithalten.

    Icon für das Glossar

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     Erft.Bewegt. – Auch Sie?

    Die Erft bewegt in vielerlei Hinsicht. Zunächst einmal ist sie selber in Bewegung, sie fließt, hat Strömung und Kehrwasser. Die Erft bewegt aber auch uns Menschen, sie berührt, verbindet und motiviert. Sie ist Teil unserer Identität. Wir haben mit Leuten aus der Region darüber gesprochen, was sie mit der Erft verbindet und welche Erwartungen sie an den Strukturwandel im Rheinischen Revier haben. Dabei herausgekommen ist ein breites Stimmungsbild von Menschen aus Politik, Beruf und Gesellschaft. Was bei allen Befragten deutlich wird, ist die Verbundenheit zur Erft und der Wunsch, dass wir den Wandel aktiv gestalten.