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Wassertropfen zum Thema Leichte Sprache

Das Wasser im Rheinischen Revier

Unsere Region steht vor großen Veränderungen:

Der Tagebau geht zu Ende.

Das hat große Folgen.

Zwar gibt es den Tage·bau noch ein paar Jahre.

Aber wir müssen jetzt schon für die Zukunft planen.

 

Der Erft·verband kümmert sich um das Wasser in der Region.

In Zukunft ändern sich viele Dinge rund um das Wasser.

 

Alle Menschen in der Region sollen darüber gut Bescheid wissen:

Was ändert sich in unserer Region?

Und was macht das mit dem Wasser?

Das ist uns wichtig.

Deshalb informieren wir Sie hier auf dieser Internet·seite.

Der Fluss Erft als gerader Kanal. Für den Tagebau hat man die Erft breiter gebaut und zu einem Kanal gemacht. Bald fließt die Erft wieder natürlich.
Der Fluss Erft als gerader Kanal. Für den Tagebau hat man die Erft breiter gebaut und zu einem Kanal gemacht. Bald fließt die Erft wieder natürlich.

Unsere Region und das Wasser

Im Rheinischen Revier gibt es viel Wasser:

Zum Beispiel Flüsse:

  • die Erft
  • die Rur
  • die Niers

 

Es gibt auch Wasser im Boden.

Man kann das Wasser nicht sehen.

Aber es ist da.

Das Wasser nennt man Grund·wasser.

 

Es gibt Regen∙wasser.

Und es gibt Ab∙wasser.

Ab∙wasser ist schmutziges Wasser.

Zum Beispiel:

  • Wasser vom Duschen
  • oder Wasser vom Waschen

 

Für den Tage∙bau haben die Menschen viel verändert.

Zum Beispiel:

  • Wasser an einer Stelle weg∙genommen
  • Und das Wasser an einer anderen Stelle in den Boden gebracht

 

Bald ändert sich viel in unserer Region.

Und dann muss man diese Dinge wieder zurück ändern.

Darauf müssen wir uns gut vorbereiten.

Ein kleines Stück vom Fluss Erft. Die Erft fließt an dieser Stelle wieder durch ihr natürliches Flussbett.
Ein kleines Stück vom Fluss Erft. Die Erft fließt an dieser Stelle wieder durch ihr natürliches Flussbett.

Der Tage∙bau und das Wasser

Im Rheinischen Revier gibt es schon lange den Tage·bau.

Hier war viel Braun·kohle in der Erde.

Unsere Braun·kohle war lange Zeit sehr wichtig.

Aus Braun·kohle macht man Strom.

Aber bald geht der Tage·bau zu Ende.

Denn heute kann man Strom auch aus anderen Energie∙quellen machen.

 

Der Tage·bau hat große Gruben in die Land·schaft gemacht.

Gruben sind große und tiefe Löcher im Boden.

Das Grund·wasser im Boden stört beim Tage·bau.

Die Gruben müssen trocken sein.

Dafür gibt es Pumpen.

Die Pumpen holen das Grund·wasser aus dem Boden.

Das nennt man Sümpfung.

Der Boden rund um die Grube wird dann trocken.

 

Ein Teil vom Sümpfungs∙wasser fließt in die Erft.

Deshalb ist die Erft jetzt ein großer Fluss.

Und ein anderer Teil fließt durch lange Rohre zu einer anderen Stelle.

Dort fließt es langsam wieder zurück in den Boden.

Eine Rohrleitung kommt in die Erde. Bald fließt Wasser durch Rohrleitung an eine andere Stelle.
Eine Rohrleitung kommt in die Erde. Bald fließt Wasser durch Rohrleitung an eine andere Stelle.

Unsere Zukunft und das Wasser

Bald ist der Tage∙bau zu Ende.

Dann können wir die Land∙schaft wieder reparieren:

Das Grund·wasser bleibt im Boden.

Dadurch wird die Erft wieder kleiner.

Das Grund∙wasser füllt die Gruben.

Denn aus den Gruben sollen Seen werden.

Aber das Grund∙wasser alleine reicht dafür nicht.

Wir brauchen für die Seen auch Wasser aus 2 Flüssen:

Aus dem Rhein und aus der Rur.

 

In der ganzen Region gibt es dann wieder mehr Grund∙wasser.

Das Grund∙wasser im Boden sucht sich neue Wege.

Und das ganze System von unserem Wasser ändert sich.

 

Wir wissen jetzt schon:

Es wird auch Probleme mit dem neuen Wasser∙system geben.

Mehr Grund∙wasser heißt:

Es kann nasse Keller geben.

Das müssen wir verhindern.

 

Deshalb müssen wir uns diese Fragen stellen:

In welchen Orten kann das Wasser ein Problem sein?

Wie können wir die Orte vor dem Grund∙wasser schützen?

Aber auch:

Was passiert bei starkem Regen?

Wie können wir die Orte vor Hoch∙wasser schützen?

 

Wir brauchen eine gute Planung.

Und wir brauchen gute Lösungen.

Der Fluss Rhein in der Nähe von Neuss. Ein Teil vom Rheinwasser soll bald für die Seen im Rheinischen Revier genutzt werden.
Der Fluss Rhein in der Nähe von Neuss. Ein Teil vom Rheinwasser soll bald für die Seen im Rheinischen Revier genutzt werden.

Die Natur und das Wasser

Mit Technik können wir viel machen.

Aber wir brauchen auch die Natur.

Die Natur hilft uns bei der Veränderung.

Denn die Natur kann sich gut selbst reparieren.

Das Wasser darf sich neue Wege suchen.

Dafür brauchen die Flüsse viel Platz.

 

Regnet es stark?

Und hat der Fluss viel Platz?

Dann gibt es keinen großen Schaden für Menschen und Orte.

 

Aber an manchen Stellen muss es Schutz vor dem Wasser geben.

Auf diese Dinge achten wir:

  • starker Regen

Starker Regen kann ein Problem für Orte sein.

Gibt es viel Regen auf einmal?

Dann fließt der Regen nur langsam von den Straßen ab.

Wir planen besseren Schutz vor Hoch∙wasser.

 

  • Grund∙wasser

Gibt es viel Grund∙wasser in manchen Orten?

Dann schützen wir die Keller in den Häusern dort.

Zum Beispiel mit Pumpen:

Die Pumpen halten die Häuser trocken.

Oder mit einer besonderen Wand im Keller.

Die Wand hält dann das Wasser ab.

 

  • Hoch∙wasser

Wir überwachen die Flüsse.

Wir schauen:

Wie hoch ist das Wasser im Fluss?

Wann kann es Hoch∙wasser geben?

Und wo kann es Hoch∙wasser geben?

 

Wir haben große Regen∙becken gebaut.

In den Regen∙becken sammelt sich das Regen∙wasser.

Gibt es starken Regen?

Dann fließt viel Regen in die Regen∙becken.

Und dann sind die Flüsse nicht so voll.

Ein Rückhaltebecken. Hier sammelt sich Regenwasser. Große Rückhaltebecken sind ein Schutz gegen Hochwasser.
Ein Rückhaltebecken. Hier sammelt sich Regenwasser. Große Rückhaltebecken sind ein Schutz gegen Hochwasser.

Unsere Pläne für das Wasser

Sauberes Grund∙wasser

Wir müssen das neue Grund∙wasser sauber halten.

Das ist der Grund dafür:

Zwischen der Braun∙kohle liegt normale Erde im Boden.

Die normale Erde braucht man nicht.

Sie bleibt zurück in der Grube.

Dort kommt die Erde mit Luft und Wasser in Kontakt.

Und es gibt eine chemische Reaktion:

In der Erde entsteht ein Stoff.

Der Stoff heißt Sulfat.

 

Nach dem Tage∙bau steigt das Grund∙wasser an.

Das Grund∙wasser fließt dann auch durch die Erde und das Sulfat.

Und das Sulfat kommt ins Grund∙wasser.

Das ist ein Problem.

Denn das Grund∙wasser ist auch unser Trink∙wasser.

Menschen dürfen nur kleine Mengen Sulfat im Körper haben.

Zu viel Sulfat ist nicht gut für den Körper.

Deshalb müssen wir das Sulfat wieder aus dem Wasser filtern.

 

Wir wissen jetzt schon:

Wir können manche Stellen nicht mehr für unser Trink∙wasser nutzen.

Wir brauchen neue Stellen für das Trink∙wasser.

Darum kümmern wir uns schon jetzt.

 

Es gibt noch andere schlechte Stoffe im Wasser.

Zum Beispiel:

  • Nitrat

Nitrat ist ein Dünger für Pflanzen.

  • Mittel gegen Schädlinge

Schädlinge sind zum Beispiel Käfer oder Krankheiten von Pflanzen.

 

Bauern setzen solche Stoffe für die Pflanzen ein.

Dann wachsen die Pflanzen besser.

Und die Stoffe kommen auch ins Grund∙wasser.

Wir kümmern uns auch um diese Stoffe.

 

Sie müssen sich keine Sorgen machen.

Sie merken diese Veränderung gar nicht.

Trinken Sie einfach wie gewohnt Ihr Wasser.

 

Ein Wasserglas, das gerade gefüllt wird. Für die Menschen im Rheinischen Revier ändert sich nichts am Trinkwasser.
Ein Wasserglas, das gerade gefüllt wird. Für die Menschen im Rheinischen Revier ändert sich nichts am Trinkwasser.

Genug Wasser für den Natur∙park

Die Region um Garzweiler heißt Natur∙park Schwalm-Nette.

Der Natur∙park ist sehr wichtig für die Region.

Dort gibt es viele Flüsse und Seen.

Und es gibt viele feuchte Wiesen und Moore.

Von hier kommt das Trink∙wasser für viele Regionen.

 

Der Tage∙bau hat auch hier den Boden trocken gemacht.

Deshalb bekommt der Natur∙park das Sümpfungs∙wasser aus dem Tage∙bau.

 

Zur Erinnerung

Sümpfung heißt:

Pumpen holen das Grund∙wasser aus den Gruben.

 

Das Sümpfungs∙wasser fließt durch lange Rohre.

Die Rohre gehen vom Tage∙bau bis in den Natur∙park.

Im Natur∙park fließt das Wasser dann langsam wieder zurück in den Boden.

 

Stellen Sie sich das vor wie einen Kaffee∙filter:

Oben im Filter gibt es eine Mischung aus Kaffee und Wasser.

Und unten kommt reiner Kaffee aus dem Filter.

 

Das Wasser fließt langsam durch den Boden ins Grund∙wasser.

Der Boden ist der Filter:

Die schlechten Stoffe bleiben im Boden.

Im Grund∙wasser kommt ganz sauberes Wasser an.

 

Das saubere Wasser brauchen wir

  • für die Industrie
  • zum Trinken
  • für die Natur

 

Wir wissen jetzt schon:

Nach dem Tage∙bau gibt es kein Sümpfungs∙wasser mehr.

Ohne das Sümpfungs∙wasser ist der Natur∙park zu trocken.

Das darf nicht passieren.

Deshalb braucht der Natur∙park dann Wasser aus dem Rhein.

 

Das Wasser im Rhein ist zwar sauber.

Aber das Wasser ist nicht sauber genug.

Im Rhein gibt es immer noch schlechte Stoffe.

Zum Beispiel:

  • Reste von Medikamenten
  • Reste von Chemie
  • Reste von Dünger

Deshalb müssen wir das Wasser aus dem Rhein extra sauber machen.

Eine Landschaft mit Bäumen und Wasser. Die Sonne scheint. Das ist der Naturpark Schwalm-Nette
Eine Landschaft mit Bäumen und Wasser. Die Sonne scheint. Das ist der Naturpark Schwalm-Nette

Sauberes Ab∙wasser

Wir alle brauchen zu Hause Wasser.

Zum Beispiel:

  • wenn wir das Geschirr spülen
  • wenn wir Wäsche waschen
  • oder wenn wir zur Toilette gehen

Das Wasser ist dann schmutzig.

Und das Wasser fließt durch Rohre zum Klär∙werk.

 

Nach einem Regen gibt es auch schmutziges Wasser auf den Straßen.

Das schmutzige Wasser fließt auch durch Rohre zum Klär∙werk.

Das schmutzige Wasser nennen wir: Ab∙wasser.

Das Klär∙werk macht das schmutzige Ab∙wasser wieder sauber.

 

Das saubere Ab∙wasser fließt dann zum Beispiel in die Erft.

Dort mischt sich das Ab∙wasser mit dem Wasser von der Erft.

Aber Sie haben ja schon gelesen:

Nach dem Tage∙bau wird die Erft kleiner.

Denn die Erft bekommt dann kein Sümpfungs∙wasser mehr.

Das bedeutet:

Das Ab∙wasser mischt sich mit wenig Wasser von der Erft.

Es bleibt also mehr Ab∙wasser in der Erft.

 

Das darf nicht sein.

Deshalb müssen die Klär∙werke das Ab∙wasser noch besser sauber machen.

Dazu braucht man neue Technik.

 

Eine neue Technik gibt es in den Regen∙becken.

Diese Regen∙becken können das Ab∙wasser filtern.

Und sie machen das Ab∙wasser besonders sauber.

Vielleicht kann man dieses Ab∙wasser sogar wieder verwenden.

Dann brauchen wir nicht mehr so viel Grund∙wasser.

 

Wir haben bereits viele Regen∙becken.

Aber wir wollen noch viel mehr davon bauen.

So bleibt das Wasser in der Erft sauber.

Ein Klärwerk aus der Vogelperspektive. Man sieht 4 Becken. In den Becken wird das Wasser in mehreren Stufen gesäubert. Danach fließt das saubere Wasser wieder in den Fluss.
Ein Klärwerk aus der Vogelperspektive. Man sieht 4 Becken. In den Becken wird das Wasser in mehreren Stufen gesäubert. Danach fließt das saubere Wasser wieder in den Fluss.

Die Natur kommt zurück

Das Ende vom Tage∙bau kann auch ein Anfang für etwas Neues sein:

Wir können die Natur zurück an die Erft holen.

Wir wollen die Erft um∙bauen.

Die Erft soll wieder ganz natürlich fließen.

 

Das braucht eigentlich viel Zeit.

Aber:

Die Politiker haben den Plan geändert.

Eigentlich sollte der Tage∙bau im Jahr 2045 enden.

Aber jetzt endet der Tage∙bau im Jahr 2030.

Das heißt:

Wir haben nur noch sehr wenig Zeit für den Um∙bau.

 

Früher war die Erft ein kleiner Fluss.

Für den Tage∙bau fließt die Erft jetzt aber durch einen breiten Kanal.

 

Nach dem Tage∙bau ist der Kanal viel zu groß für die Erft.

Deshalb bauen wir das Ufer von der Erft um.

Die Erft soll dann wieder selber ihren Weg finden.

Dann fließt die Erft langsamer.

Und wir lassen genug Platz für Hoch∙wasser.

Dann gibt es keinen Schaden an Häusern oder Straßen.

 

Auch wenn es noch lange dauert:

Über das Grund∙wasser sind alle Flüsse und Seen wieder verbunden.

An den neuen Seen können Menschen sich erholen.

Die Landschaft wird grüner.

Die Natur kommt zurück.

Das Rheinische Revier wird ein schöner Ort.

Mit Flüssen und Seen.

Mit Pflanzen und Tieren.

Ein Ort zum Wohl∙fühlen.

Der Fluss Erft im Sommer. Das Ufer ist dicht bewachsen. Hier ist die Erft schon umgebaut worden. Sie kann wieder ganz natürlich fließen.

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Unsere Internet∙seite ist barrierarm.

Wir haben diesen Text am 27. August 2025 geschrieben.

 

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