News
26. März 2026

2.Wasser.Dialog. Rheinisches Revier: Ohne Wasser kein Strukturwandel

Ohne ausreichend Wasser kann der Strukturwandel im Rheinischen Revier nicht gelingen. Diese zentrale Erkenntnis prägte den 2. Wasser.Dialog. Rheinisches Revier, der am vergangenen Donnerstag in der Textilakademie NRW in Mönchengladbach stattfand. Rund 180 geladene Gäste aus Wasserwirtschaft, Politik und Strukturwandel kamen zusammen, um über die zukünftige Ausgestaltung der Wasserversorgung in der Region zu diskutieren.

Unter den Teilnehmenden waren unter anderem Oliver Krischer, Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, Katharina Reinhold, Landrätin des Rhein-Kreis Neuss, sowie Felix Heinrichs, Oberbürgermeister der Stadt Mönchengladbach. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Fachinstitutionen, Verwaltung und Wirtschaft wurde deutlich: Wasser ist die zentrale Voraussetzung für die Entwicklung des Rheinischen Reviers – ökologisch, gesellschaftlich und wirtschaftlich.

Im Fokus der Veranstaltung standen Fachvorträge und Gesprächsrunden, die die komplexen Anforderungen an die zukünftige Wasserverfügbarkeit aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchteten. Dabei zeigte sich, dass die Region vor erheblichen Herausforderungen steht. Die verfügbaren Wassermengen müssen künftig zwischen unterschiedlichen, teils konkurrierenden Nutzungen verteilt werden – von der Trinkwasserversorgung über Brauch- und Ökowasser bis hin zu den Bedarfen von Kommunen, Industrie und Landwirtschaft. Gleichzeitig gewinnen wasserwirtschaftliche Fragestellungen bei Flächennutzungen und neuen Ansiedlungen zunehmend an Bedeutung.

Ein besonders greifbares Beispiel für die Dimension dieser Aufgaben ist die aktuell im Bau befindliche Rheinwassertransportleitung. Sie steht exemplarisch für den infrastrukturellen und planerischen Aufwand, der notwendig ist, um Wasser künftig in ausreichender Menge und zur richtigen Zeit am richtigen Ort verfügbar zu machen.

Zugleich wurde deutlich, dass der Wandel nur gelingen kann, wenn die unterschiedlichen Interessen frühzeitig zusammengeführt und gemeinsam weiterentwickelt werden. Die zentrale Aussage der Veranstaltung brachte Dr. Dietmar Jansen, Bereichsleiter Gewässer des Erftverbandes, auf den Punkt: „Es braucht diesen Dialog, damit aus Positionen Lösungen werden und daraus Entscheidungen entstehen. Nur so kann der Strukturwandel gelingen.“

Der Wasser.Dialog. übernimmt in diesem Prozess eine besondere Rolle: Er ist der zentrale Kristallisationspunkt für die Debatten rund um den Wasserwandel im Rheinischen Revier. Hier kommen die maßgeblichen Akteure zusammen, um Zielkonflikte sichtbar zu machen, Perspektiven zusammenzuführen und gemeinsame Lösungsansätze zu entwickeln.

KOMM.RHEIN.REVIER. gestaltet und begleitet diesen Prozess aktiv. Das Projekt bringt Akteure zusammen, macht komplexe Zusammenhänge verständlich und trägt die Themen in die Region. Mit Formaten wie dem Wasser.Dialog., der Wasser.Bilanz., dem Wasser.Mobil. oder weiteren Angeboten wird der Austausch kontinuierlich fortgeführt und für unterschiedliche Zielgruppen zugänglich gemacht.

Das gemeinsame Ziel ist klar formuliert: Für das Rheinische Revier soll ein möglichst selbsttragender Wasserhaushalt entstehen. Ein sichtbares Zeichen dieser Vision ist der im Rahmen der Veranstaltung enthüllte „schwebende Wasserhahn“, der künftig durch die Region reisen wird. Er steht sinnbildlich für die gemeinsame Aufgabe, Wasser im Strukturwandel neu zu denken und verantwortungsvoll zu gestalten.

Die Bilder des Events